Seiffener Volkskunst eG ? ein Vorzeigeunternehmen der Erzgebirgskunst



Der Beginn der PGH Seiffener Volkskunst

Es war ursprünglich im Jahre 1958, als sich dreizehn Kunsthandwerker aus dem Spielzeugdorf Seiffen dazu entschlossen, eine Schauwerkstatt zu gründen. Ansinnen war es zunächst, das Handwerk des Holzspielzeugmachers bekannter und beliebter zu machen und es so vor dem ?Aussterben? zu bewahren. Gleichsam sollte auf die Produkte, insbesondere Nussknacker und andere kunstgewerbliche Gegenstände aus der Seiffener Region aufmerksam gemacht werden. Nach den Vorbereitungsarbeiten zur Werkstatteinrichtung wurde im Jahre 1959 am Ort der heutigen Betriebsstätte mit der Produktion begonnen. In der Folgezeit wurde das Sortiment erweitert. Neben den traditionellen Nussknackern wurden nun auch Räuchermännchen, Pyramiden und kleine Miniaturen hergestellt. Später kam auch noch die Herstellung von Holzlinealen zum Sortiment hinzu. Das seinerzeit 13 Holzspielzeugmacher zählende Unternehmen, dies waren die Gründer der PGH Seiffener Volkskunst, wuchs rasch. Bis 1989 wurde ein erheblicher Teil der Erzeugnisse exportiert. Erzgebirgische Holzkunst aus Seiffen war in der DDR zu einem raren Gut geworden. Die Schauwerkstatt blühte förmlich auf. Sie gehörte zu den beliebtesten Reisezielen und Publikumsattraktionen im Seiffener Spielzeugwinkel, wie die Region rund um das Spielzeugdorf wegen ihres Bezuges zum Holzspielzeugmachertum auch genannt wird.

Umfirmierung in die Seiffener Volkskunst eG

Nach politischen und wirtschaftlichen Veränderungen im Jahre 1989 mussten neue Märkte und Kunden akquiriert werden. Aus der ursprünglichen PGH Seiffener Volkskunst wurde 1992 die Seiffener Volkskunst e.G., nach wie vor als Genossenschaft agierend war sie so den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen gewachsen und entsprechend. Zahlreiche Messebesuche ab der Umfirmierung im In- und Ausland sorgten für den gewünschten Zuspruch, so dass das traditionelle und ursprüngliche Artikelsortiment weiter gepflegt werden konnte. Zudem entstanden zahlreiche neue Kollektionen und Produkte. Nach einem Brand im Jahre 1996 wurde ein Jahr später ein neues Werkstattgebäude am Standort errichtet und bis heute betrieben. Als offene Werkstatt zeigt das Unternehmen seither seinen Gästen und Kunden die gesamte Vielfalt erzgebirgischer Handwerkstechniken.

Seiffener Volkskunst eG heute

Heute beschäftigt die Schauwerkstatt 40 Mitarbeiter, die allesamt Mitglieder der Genossenschaft sind. Fit für die Zukunft mit zukunftsfähigen Produkten will die Seiffener Volkskunst eG bleiben und arbeitet Tag für Tag stetig an neuen Impulsen für den Markt. Insbesondere das jüngere Publikum als der Kundenkreis von morgen soll hierbei eine tragende Rolle spielen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Seiffener Kunsthandwerker, um Innovationen nicht verlegen, zusätzlich einen Designer und Produktentwickler an Bord genommen haben. Neben den eigenen kreativen Köpfen entwirft und entwickelt seit etwa 2011 Diplomdesigner Karsten Braune, bekannt durch die kleinen Kugelfiguren, fleißig mit an neuen Figuren, Räuchermännchen und Pyramiden. Seit Gründung des Unternehmens gab es inkl. der noch im Sortiment befindlichen Exemplare bereits 125 verschiedene Nussknacker, 61 Räuchermännchen, 131 Kugelräuchermännchen, 22 Pyramiden, 18 Leuchterbögen und Spanbäume in 16 verschiedenen Größen. Aktuell zählt das Sortiment ca. 550 verschiedene Produkte originaler erzgebirgischer Handwerkskunst. Alle Produkte werden hierbei direkt im Haus gefertigt aus überwiegend zertifizierten Gehölzen aus deutschen Landen.

Einheimische Materialien und exquisite Handarbeit

Bei der Herstellung der Räuchermännchen, Nussknacker und Schwibbogen kommen neben den bekannten Materialien Ahorn und Linde auch Buche, Erle, Esche, Eiche, Weißbuche oder exotischere Materialien wie Elsbeere zum Einsatz. Je nach Eignung werden sie verschiedenen Verwendungszwecken gewidmet. So wird der Werkstoff Esche beispielsweise überwiegend für gebeizte Teile verwendet. Etwa achtzig Prozent der Arbeiten an einer Figur vom Entwurf bis zur Verpackung werden manuell und von talentierten Kunsthandwerkerhänden ausgeführt. Sei es das Zusammensetzen der Teile bis zur kompletten Figur, die Farbgebung oder die Gesichtszeichnung. All diese Dinge werden händisch ausgeführt, so dass jedes Kugelräuchermännchen, jeder Nussknacker und jede Holzminiatur ein Stück weit ein Unikat darstellt.

Serien mit Erfolgspotential ? Nussknacker und Kugelräuchermännchen

Neben den original Nussknackern der Seiffener Volkskunst eG ist sicherlich das Kugelräuchermännchen die Produkt-Serie, die es am meisten zu Ruhm und Ehre gebracht hat. Entworfen vom Designer Karsten Braune und mehrfach mit dem Preis ?Tradition & Form? ausgezeichnet begeistern die kugelrunden Räucherlinge Menschen weit über die Grenzen des Erzgebirges hinaus. Dem DDR-Kultfahrzeug Trabant treu bleibend gibt es seit dem Jahre 2012 auch einen Räucher-Trabi, der jedes Jahr mit einem neuen limitieren Motiv erscheint. Doch auch in der Entwicklung von Weihnachtspyramiden, Miniaturen oder auch LED-Schwibbogen hat die Schauwerkstatt in den letzten Jahren entwickelt und gestaltet und hierbei ein tolles Teilsortiment entwickelt, welches sowohl Jung, als auch Alt anspricht und begeistert. Produkt-Serien mit Sammlerpotential sind neben den Nussknackern auch die Kugelräucherfiguren sowie die im Jahre 2017 erschienene Serie der Räuchermännchen Heinzelmännchen.

Seiffener Volkskunst steht für pfiffig Traditionelles aus dem Erzgebirge

Die Produkte der Seiffener Volkskunst eG zeichnen sich insbesondere durch die hohe Produktqualität sowie dadurch aus, dass die Harmonie zwischen klassischen Motiven und modernem Design in jedem Erzeugnis in außergewöhnlich schöner Weise gelungen ist. Die Seiffener Volkskunst eG, Mitglied im Verband erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. sieht sich der traditionellen erzgebirgischen Handwerkskunst eng verbunden und höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Nussknacker, Räuchermännchen und Kugelräucherfiguren der Seiffener Volkskunst eG sind ein Inbegriff für traditionelle und moderne erzgebirgische Volkskunst der besonderen Art.